PEER - Mediation

"Der Mensch wird nur durch die übereinstimmende Ausbildung all seiner Kräfte seiner Vollendung näher gebracht."

(Johann Heinrich Pestalozzi)

Unterricht als Ort der Persönlichkeitsstärkung und des sozialen Lernens.

Die Schule hat die Aufgabe, die Schülerinnen und Schüler bestens auf ihr zukünftiges Berufsleben vorzubereiten. Dazu gehören nicht nur die Wissensvermittlung, sondern auch die sozialen Kompetenzen.

Schon in der Schule kommen unterschiedliche Menschen mit unterschiedlichen Erfahrungen, Einstellungen und Verhaltensweisen zusammen. Die Schule bietet den Kindern und Jugendlichen daher die Möglichkeit, konstruktiven Umgang mit Auseinandersetzungen und Konflikten methodisch zu lernen und im Sinne von learning by doing dies zu erproben.

Ein wichtiger Beitrag zur Konflikt- und Gewaltprävention ist das Peer-Mediations-Programm. Peer-Mediation wirkt als Konfliktlösungsansatz besonders effektiv, weil es an den spezifischen Bedürfnissen, Fragen und Problemen der Schülerinnen und Schüler anknüpft. Die Arbeit mit tatsächlich erlebten Konflikten, die persönliche Betroffenheit und emotionale Beteiligung der Schülerinnen und Schüler, wie sie in der Peer-Mediation beabsichtigt ist, kann Basis einer nachhaltigen Veränderung der Schulkultur wie auch der Einzelpersönlichkeit sein. Dafür gibt es keine Altersgrenze.

Peer-Mediation in Schulen bedeutet die Vermittlung bei Konflikten mit und unter etwa gleichaltrigen Jugendlichen. Die Peer-Mediation stellt einen wichtigen Baustein zur Gewaltprävention an Schulen dar.

Die Mediation ist ein freiwilliges Gespräch nach Regeln und mit einem bestimmten Ablauf (Phasen). Die Peer-Mediator/innen leiten die Streitenden an, selbstständig eine für beide Seiten zufrieden stellende Vereinbarung für den Konflikt zu finden. Die Basis der Mediation ist das Win-Win-Prinzip.

Die Peers erlernen diese klar strukturierte Gesprächsmethode, die streitlösungs- und ergebnisorientiert ist.

(PEER-Mediation in Schulen, Leitfaden, Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur, Abt. I/4a, Wien, August 2006)